Obermeister van Beek, Günter Quedeweit und Detlef Werth
(hinten v.l.) verabschieden Helmut Hegemann mit einer Urkunde
der Handwerkskammer Düsseldorf
nach 19-jähriger Vorstandstätigkeit
Natürlich auch bei den 3. ÖKO-Tagen des Essener Handwerks dabei - die Essener SHK-Innung
Blick in eine Schulungsmaßnahme
der Innung in der Kreishandwerkerschaft

Die Innung - heute und morgen

Bereits unter Günter Quedeweit verstand es die Innung, die bestehenden guten Kontakte zu den Stadtwerken, der Berufsschule, dem Arbeitsamt, dem Großhandel und verwandten Handwerken wie den Schornsteinfegern zu vertiefen und zu verbessern. Die Innung beteiligte sich an öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie Messen und Ausstellungen, insbesondere auch an Lehrstellenbörsen und Berufsinformationstagen wie der „Berufsbildung 2000“, bei der sich Tausende von Schulabgängern aus der MEO-Region Mülheim, Essen, Oberhausen über die SHK-Handwerke informieren können.

Seit Anfang der 90er Jahre hat die Innung eine Schlichtungsstelle eingerichtet, die bemüht ist, Beanstandungen der Verbraucher mit dem örtlichen Installateur gütig zu einigen. Darüber hinaus wird von Seiten der Innung eine Abmahnstelle unterhalten, die Wettbewerbsverstöße ahndet.

Neue Akzente hat die Innung im Bereich des Einzelhandels gesetzt. Gemeinsam mit vier Essener Sanitärgroßhändlern hat die Innung die Badwelt Essen GmbH & Co. KG gegründet (www.badwelt.de). Aus den Großhandelsausstellungen der namhaftesten Essener Fachgroßhändler heraus verkauft die Badwelt seit nunmehr über 10 Jahren hochwertige Deutsche Sanitär-Markenprodukte an den Endverbraucher.

Weitere Aufgabenschwerpunkte sind im Bereich des Gebäudemanagements und auch im Bereich der Wärmelieferung zu finden. Für die Zukunft zeichnen sich hier interessante Möglichkeiten ab. In sozialpolitischer Hinsicht setzt sich die Innung weiterhin dafür ein, der Jugendarbeitslosigkeit zu begegnen, indem die Berufsausbildung qualitativ hoch und die Belastungen für die Betriebe möglichst gering gehalten werden. Auf diese Weise wird auf betrieblicher Seite nach wie vor die Bereitschaft zur Berufsausbildung gefordert.

Mit der Novellierung der Handwerksordnung zum 01. April 1998 sind der Innung vom Gesetz her neue Maßstäbe gesetzt worden. Die Berufe Gas- und Wasserinstallateur sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauer sind zu dem neuen Beruf Installateur- und Heizungsbauer zusammengeführt worden. Wissen, das früher für zwei separate Vollhandwerke angeeignet werden musste, soll nun in einem neuen Handwerk erlernt werden, trotz regelmäßiger Neuerungen im Bereich der Regeltechnik.

Im Jahr 2004 übergab Günter Quedeweit das Amt des Obermeisters an Martin van Beek, den Sohn des langjährigen Lehrlingswartes der Innung. Stellvertretender Obermeister wurde Detlef Werth, als Lehrlingswart bestätigt wurde erneut Thomas Piek / Fa. Heinen GmbH. Weitere Mitglieder des Vorstandes waren Helmut Hegemann, Jens Kater, Peter Miets (Fa. Behrens Versorgungstechnik GmbH), Günter Quedeweit, Franz-Josef Sauerwald und Siegbert Sybon. Aus dieser Besetzung schied einzig Helmut Hegemann bei den turnusmäßig stattfindenden Vorstandswahlen im Mai 2009 aus. Ersetzt wurde Helmut Hegemann durch Thomas Weber.


Ein Schwerpunkt der Innungsarbeit liegt in den letzten Jahren aufgrund steigender Energiepreise und Rohstoffverknappung auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit. Messen und Ausstellungen werden genutzt, um auf den Leistungsstand der Betriebe aufmerksam zu machen. Dieses gilt insbesondere für die ÖKO-Tage des Essener Handwerks, die auf eine Initiative der Essener SHK-Innung zurückgeht (www.öko-tage-essen.de). Aber auch Informationsveranstaltungen im Essener Rathaus oder bei der Sparkasse Essen werden genützt, um über moderne, energiesparende Heiztechniken zu informieren. In diesem Zusammenhang passt es, dass zahlreiche Betriebe auf das Angebot der Innung eingegangen sind und sich zu Energieberatern qualifiziert haben.

Wer sich nicht weiterbildet, der verpasst irgendwann den Anschluss. Gerade auf diesem Gebiet ist die Innung unverändert aktiv. Weiterbildungsveranstaltungen nicht nur für die Monteure der Innungsbetriebe sondern auch für die Meister finden regelmäßig statt und finden regen Zuspruch. Die Altersstruktur der Bevölkerung ändert sich, im Bereich des barrierefreien Wohnens entstehen neue Märkte. Die Bevölkerung wird empfindlicher, der Bereich Hygiene spielt eine immer stärker werdende Rolle. Abwasserleitungen müssen – staatlicherseits verlangt – auf Dichtigkeit geprüft werden, auch hier müssen die Betriebe sich aufstellen. Die Innung ist auf diesen Gebieten nach wie vor gefordert und bietet Ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich am Markt zu behaupten!

Als Interessenvertretung ist die Innung darüber hinaus heute mehr denn je auf kommunaler Ebene gegenüber Ämtern und Behörden, dem Fachgroßhandel, den Krankenkassen und den Versicherungen gefordert. Gleiches gilt für die Interessenvertretungen der Innungen auf Landes- und Bundesebene, hier sind die Standpunkte des SHK-Handwerks auch gegen Liberalisierungsbemühungen anderer Handwerke deutlich zu machen. Die Auswirkungen der Europapolitik sind vor Ort ebenfalls schon lange zu bemerken. Mit „deutscher“ Gründlichkeit bringen diese Veränderungen regelmäßig kaum noch akzeptable und finanzierbare Belastungen auch für das örtliche SHK-Handwerk mit sich. Eine starke Interessenvertretung ist insoweit nicht verzichtbar!





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